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Dolmetscher- und Übersetzer-Newsletter Dezember 2010

Die zweite Dekade des neuen Jahrhunderts steht vor der Tür

Das zweite Halbjahr 2010 hat SIMCONSULT eine bunte Mischung an Tagungen und Themen beschert, manche waren langfristig geplant, andere kamen ganz kurzfristig auf den Schreibtisch.

Ruhestand?

Wenn freiberufliche Dolmetscher von Freunden oder Bekannten gefragt werden, wann sie aufzuhören und in den Ruhestand zu gehen gedenken, reagieren die meisten von uns mit einer Art innerem Kopfschütteln. Gewiß merkt ein Dolmetscher mit zunehmendem Alter, dass ein Tag intensiver Arbeit in der Kabine müder macht als vor 10 oder 20 Jahren. Die Erholungsphasen müssen intensiver genutzt werden. Auf der anderen Seite wird die Arbeit durch jahrelange Erfahrung und den dabei gesammelten Wissensschatz erleichtert. Es gibt Konferenzdolmetscher, die mit Mitte 70 ganz ausgezeichnet arbeiten und deren Vortrag fast druckreif ist.

 

Organisation ist wichtig

Als freiberuflicher Konferenzdolmetscher muss man gut organisiert sein. Man reist von Konferenz zu Konferenz und springt von Thema zu Thema. Vor der eigentlichen Arbeit muss man Reisen und Hotels buchen, die Vorbereitung für die jeweilige Konferenz möglichst vor der Abreise erledigen und nichts zu Hause vergessen, wie zum Beispiel das Ladekabel für den Computer.

 

Auf geht es zum nächsten Auftrag

Am Morgen bricht man zum Konferenzort auf, man ist voller Erwartung, jedes Mal ist es wie ein Abenteuer. Erst einmal dort angekommen, begrüßt man die Kollegen im Team, die man kennt oder auch erst kennenlernt, sowie den Techniker, der für unsere Arbeit sehr wichtig ist. Der Teamchef hat mit dem Auftraggeber Kontakt aufgenommen und etwaige wichtige Dinge in letzter Minute besprochen. Dann nimmt man in der betreffenden Kabine neben der Teamkollegin oder dem -kollegen Platz, fragt immer zuerst, ob der Partner eine Vorliebe hat und lieber rechts oder links sitzen möchte, dann packt man seinen Computer aus, macht sich mit der jeweiligen Dolmetschtechnik vertraut, prüft, ob genügend Wasser vorhanden ist, spricht sich ab, wer anfangen soll, und los geht es. Für uns Dolmetscher ist dies ein spannender Moment, man ist auf dem Präsentierteller, alles muss perfekt klappen, niemals darf ein Dolmetcher nur halbe Leistung bringen oder Laissez-faire-Gefühle aufkommen lassen. Jeder Satz, jedes Fachwort, jeder zu übertragende Gedanke muss perfekt beherrscht sein.

 

Das Eis ist gebrochen

Wenn man dann “seine” erste halbe Stunde gearbeitet hat und dem Kollegen das Mikrofon übergibt, ist man erleichtert, es hat geklappt, das Eis ist gebrochen und man kann sich einfach auf den Rest des Tages freuen.


Konferenzdolmetscher üben ihren Beruf mit Leidenschaft aus, er wird nie zur langweiligen Routine, und man hat nie “genug.” Obwohl Dolmetscher meistens völlig anonym in Hintergrund arbeiten, beschert ihnen dieser Beruf wohl ein Gefühl ähnlich dem eines Schauspielers auf der großen Bühne. Ja, man verdient damit seinen Lebensunterhalt, es ist Arbeit, aber die spannende Herausforderung macht süchtig.


Auch Fünfkantsenkschrauben (hexagonal countersunk screws ) oder der adiabatische Temperaturgradient (adiabatic lapse rate) können faszinieren. Es ist auch interessant zu wissen, dass, egal welches Thema ansteht und gleichgültig, wie trocken es beim ersten Kontakt erscheint, jedes Thema spannend wird, sobald man sich erst einmal eingearbeitet hat.

 

Dolmetschen in der Medizin, Technik, Wirtschaft, Industrie

Tiergesundheit

Im zweiten Halbjahr bearbeiteten wir eine ungewönliche Anzahl von Themen, die mit Tiergesundheit zu tun hatten, darunter zwei medizinische: Für die Firma Elanco, eine Abteilung von Lilly Deutschland, haben wir im Oktober in Istanbul ein Symposium über Gesundheit in der Schweinezucht- und mast vom Englischen ins Deutsche gedolmetscht. Um Schafe ging es bei einer Konferenz im Crowne Plaza im August in Hamburg, die Firma Pfizer GmbH stellte ein neues Kombinationspräparat vor.

Tierverhalten

Das Wohlbefinden von Haus- und Nutztieren stand im Zentrum eines 4-tägigen Kongresses, der im September in den Räumen der Uni Hamburg stattfand. Fachleute aus weiten Teilen Europas trafen sich zum fachlich-medizinischen Austausch über Tierverhalten und Tierpsychologie, es ging dabei um Haustiere wie Hunde, Katzen und Papageien und deren Verhalten, aber auch um tiergerechte Haltung von Pferden, Kälbern und anderen Tieren.

 

Heilung für Menschen

Endoskopische Interventionen mit bewunderswertem menschlichen Können und hochentwickelter Technik wurden wieder auf dem diesjährigen Kongress Endo Club Nord im Congress Center Hamburg demonstriert. In den eineinhalb Tagen gab es per Satellitenverbindung weltweite Übertragungen aus vielen Operationssälen nach Hamburg, von den Chirurgen live begleitet. Zum 13. Mal in Folge hat unser fachlich hochspezialisiertes Team aus vier Dolmetscherinnen und Dolmetschern mit Bravour die laufenden Kommentare -durch die OP-Maske schwierig zu verstehen und natürlich ohne Skript- sowie die regen Diskussionsbeiträge aus aller Welt ins Deutsche und Englische gedolmetscht.

 

Flugzeuge, Zeitungen und Stadtentwicklung

Weitere interessante Termine waren unter anderem im August die Übergabe des vierten A380 an Air France sowie der Produktionsbeginn der A 350 XWB in Stade, im September dann die Eröffnung des Distripress-Kongresses im CCH Hamburg und eine Tagung der Waterfront Cities, Leben und Arbeiten am Wasser, bei der es um die Stadtentwicklung im Spannungsfeld von Wohnen und Wirtschaft ging.

 

SIMCONSULT, Ihr Partner in der Not

Als die Präsidentin von Argentinien, Cristina Fernández de Kirchner, im Oktober mit einer Regierungsdelegation Hannover besuchte, stellte man um 11 Uhr morgens fest, dass für den Termin am Nachmittag Dolmetscher für Spanisch und Deutsch benötigt würden. So bekam SIMCONSULT von der argentinischen Botschaft einen Anruf mit der Bitte um Hilfe. Wir konnte zwei AIIC-Dolmetscher aus Hamburg mit spanischer Muttersprache überzeugen, ihre privaten Verpflichtungen abzusagen und sofort loszufahren. So waren beide dann pünktlich um 15 Uhr in Hannover zur Stelle und haben dort zur Zufriedenheit aller für Frau Kirchner gedolmetscht.

 

Wo bleiben unsere handgestrickten Schals?

Im Büro kommt nie Langeweile auf. Vor 16 Jahren, als wir SIMCONSULT gründeten, dachten wir, dass Frau Schwarz, unsere Geschäftsführerin, zwischendurch viel Zeit haben würde, nicht nur Stricken zu lernen, sondern für uns alle schöne Schals zu stricken. 16 Jahre später warten wir immer noch auf die Schals, die man vor allem bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen ganz gut gebrauchen könnte!
Spaß beiseite, wir beklagen uns natürlich nicht über unsere zahlreichen Aufträge für Dolmetscher und Übersetzungen - und frieren lieber!


Wir wünschen allen Kunden friedliche Feiertage und einen guten Start in das neue Jahr. Wir freuen uns auf viele geschäftliche Kontakte im Jahr 2011 und danken für die angenehme Zusammenarbeit 2010.

 

Viele Grüße von Ihrem SIMCONSULT-Team

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